Sonntag, 13. Juli 2014

[Rezension] Es duftet nach Sommer - Huntley Fitzpatrick



Originaltitel:
 What I Thought Was True

Verlag: cbj
Erschienen: April 2014
Seiten: 475



»Wie kannst du nur so klar erkennen, dass so ausgedachte Typen in Büchern sich wahnsinnig blöde aufführen - und auf beiden Augen blind sein, wenn es um dich und mich geht?« - Cassidy, S. 351





Klappentext:

Die 17-jährige Gwen kann es nicht fassen: Ausgerechnet der größte Fehler ihres Lebens, Cassidy Somers, lässt sich dazu herab, den Sommer über auf ihrer Heimatinsel als Gärtner zu jobben. Anders als Gwen, die befürchtet, sich wie ihre Eltern mit miesen Jobs durch Leben schlagen zu müssen, ist er einer der reichen Kids vom Festland. Doch Gwen träumt davon, dem allen zu entfliehen. Nur was würde das für ihr Leben bedeuten? Gwen verbringt einen berauschenden Sommer auf der Suche nach Antworten darauf, was ihr wirklich wichtig ist, an ihrem Zuhause, den Menschen, die sie liebt und schließlich an sich selbst. Und an Cassidy, der sie in einen verwirrenden Gefühlstaumel zwischen magnetischer Anziehungskraft und köstlicher Unsicherheit stürzt.

Meine Meinung:

Da ich durch "Mein Sommer nebenan" ein kleiner Fan von Huntley Fitzpatrick und ihrem Schreibstil wurde, wanderte "Es duftet nach Sommer" direkt in meine Tasche, als ich es in der Bibliothek entdeckte. Und ich wurde nicht enttäuscht!

Anders als viele Roman dieser Art, erzählt "Es duftet nach Sommer" nicht die Geschichte einer unschuldigen 16-Jährigen, die sich zum ersten Mal verliebt, von ihrer grossen Liebe zum ersten Mal geküsst wird und den besten Sommer ihres Lebens erlebt. Stattdessen geht es um Gwen, deren Liebesleben ein Chaos ist und die schon mehrmals Ausrutscher in ihrem betrunkenen Zustand hatte. 

Ich strecke die Hand aus und dieses Mal gibt es nichts Uneindeutiges, ich verflechte unsere Finger miteinander. Keine Ahnung, ob Cass weiss, dass das hier schwerer für mich war, als mein Shirt auszuziehen. S. 363

Ihr Leben ist alles andere als normal, was mir sehr gefiel! Gwen ist so schrecklich menschlich, mit ihrem Gefühlschaos und ihrer alles andere als normalen Familie. Ich fand nicht nur Gwen selbst sondern auch ihre Familie einfach unheimlich sympathisch. Ihr kleiner Bruder Emory ist mir beispielsweise sehr ans Herz gewachsen. Ihren Cousin Nic, der bei ihnen wohnt, mochte ich auch sehr. Er und Gwens beste Freundin Viv sind schon seit Ewigkeiten zusammen und bilden damit das Gegenstück zu Gwens Liebesleben. Die beiden sind einfach traumhaft süss zusammen!

Wie ich es mir von Huntley Fitzpatrick gewohnt war, lässt sich das Buch durch ihren flüssigen und leichten Schreibstil ganz leicht lesen. Aufgrund des tollen Sommerfeelings, welches man während dem Lesen verspürt, las ich das Buch extra bei schönstem Wetter auf einem Liegestuhl in unserem Garten, um das ganze noch besser geniessen zu können. Einfach traumhaft!

Am Ende muss ich jedoch sagen, dass das Chaos in Gwens Leben mir an manchen Stellen etwas zu viel war. Ich denke, gewisse Missverständnisse, vor allem solche zwischen Gwen und Cass, hätte man vermeiden können.

Fazit:

"Es duftet nach Sommer" bietet eine überaus sympathische und liebenswürdige Protagonistin, die nicht perfekt ist, genauso wenig wie ihre Familie. Genauso wie Huntley Fitzpatricks anderer Roman, bietet dieser hier eine tolle Geschichte über einen ereignisreichen Sommer, auch wenn bei diesem Buch für meinen Geschmack am Ende doch etwas zu viel Chaos herrschte.

♥♥♥♥


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