Dienstag, 11. Juni 2013

[R] Atme nicht - Jennifer Hubbard

Originaltitel: Try not to breathe
Verlag: Beltz & Gelberg
Erschienen: Januar 2013
Seiten: 251




»Manchmal ist es schlimmer, fast etwas zu bekommen, als nicht die geringste Chance zu haben.« S. 212









Klappentext:

Ryan hat den Tod gesehen. Seitdem ist er wie abgeschnitten von der Welt. Niemand wagt sich an ihn ran, er ist gezeichnet. Bis er Nicky trifft. Nicky hat keine Scheu vor ihm. Sie will alles wissen über den schrecklichsten Tag seines Lebens. Die sanfte Beharrlichkeit, mit der sie sich für ihn interessiert, berührt Ryan wider Willen. Doch was will Nicky wirklich von ihm?

Cover:

Es passt total gut, da es zeigt, wie Ryan (unzählige Male) unter dem Wasserfall steht. In Natura gefällt es mir zwar einen Tick weniger gut, da das Wasser ein wenig zu türkis ist.

Meine Meinung:

Also erstmal muss ich mich eine Runde beschweren. Wie kann es passieren, dass ein Name im Klappentext ganz anders geschrieben wird, als im Buch selber. Es heisst Nicki, nicht Nicky! So etwas darf einfach nicht passieren!

Nun aber zum Buch. Ich bin eher durch Zufall auf das Buch aufmerksam geworden. Ich habe mal irgendwo die Leseprobe dazu gelesen um das Buch im besten Falle zu gewinnen. Die Glücksfee hat es dann nicht so gut gemeint mit mir. Wochen später habe ich das Buch in der Bibliothek angetroffen und fand "Warum nicht?". 

Die Hauptthematik ist ganz klar Selbstmord. Ryan hat einen erfolglosen Versuch hinter sich und wurde darauf in eine Klinik gesteckt, in der er Val und Jake kennenlernte. Als er wieder draussen war, verhielten sich in der Schule alle so, als wäre er verrückt, als hätte er eine ansteckende Krankheit. Der Wasserfall wird zu seinem Rückzugsort. Dort begegnet er Nicki, deren Vater sich selbst das Leben nahm. Durch sie wird Ryan gezwungen sich erneut mit dem Thema zu beschäftigen.

So erfährt man Stück für Stück seine Geschichte. Dadurch, dass das Buch in der Ich-Perspektive geschrieben ist, kann Ryan Nicki und dem Leser auf eine nüchterne Art seine Geschichte erzählen, ohne dass zu dick aufgetragen wird. Nicht, dass es so gefühlslos rüberkommt, ganz im Gegenteil. Man fühl mit ihm mit, einfach aufgrund dessen, was er erlebt hat, aber nicht weil er es extrem dramatisch darstellt.

Die ganze Thematik mit dem Selbstmord gefiel mir daher sehr gut. Ich konnte mich gut in Ryan hineinversetzen und konnte so seine Gedankengänge gut nachvollziehen. Zudem habe ich mich schon immer ein wenig für diese Thema interessiert. 

Ein grosser Minuspunkt bekommt das Buch von mir für seine Länge. Es sind gerade mal 250 Seiten, was für dieses Thema einfach zu wenig ist. Das ist am Ende auch deutlich zu spüren, denn viele Sachen bleiben schliesslich unbeantwortet. Solche Sachen finde ich immer total schade, vor allem wenn das Buch ja nur so kurz ist. Da hätte man noch viel mehr machen können. Nicht nach dem Motto "Friede, Freude, Eierkuchen", aber irgendwie hört der rote Faden, der sich durch das ganze Buch zog, einfach schlagartig auf. 

Fazit:

Ein Buch, welches sich auf eine nüchterne Art und Weise mit Selbstmord beschäftigt, ohne es dramatischer wirken zu lassen. Leider ist das Buch aber für meinen Geschmack zu kurz.

♥♥♥♥



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