Dienstag, 2. April 2013

Unsere geliebte Schullektüre

Als ich mich vorhin in mein Bette legen wollte, um an meinem Buch weiterzulesen, schweifte mein Blick zu meinem Tischchen, auf dem das Chaos herrscht und was springt mir da ins Auge? Drei kleine, gelbe Bücher, die ich eigentlich noch irgendwann mal für die Schule lesen sollte. Was mach ich? Einen Post darüber schreiben, natürlich! ;)

Daraufhin kramte ich alle Schulbücher hervor die ich gerade finden konnte, was dann das ergab:

Ignoriert meinen Teppich einfach ^^ Und die Zettelchen für den Moment auch xD

Es sind jetzt nicht alle fürs Deutsch, aber es sind schon ziemlich viele. Vor allem sind es gar nicht alle...




Das allerschlimmste Buch, das ich bis jetzt und wahrscheinlich auch bis irgendwann gelesen habe, war Der abenteuerlicher Simplicissimus. Seit ich dieses Buch gelesen habe, sind alle anderen geradezu harmlos ^^ Als ich es das erste Mal las, hatte ich manchmal für mehrere Seiten keine Ahnung, um was es gerade ging. Ich konnte mich einfach nicht richtig konzentrieren. Also musste ich es wohl oder übel ein zweites Mal lesen, denn meine Lehrerin macht immer eine Prüfung, bevor wir das Buch überhaupt behandelt haben. Auch beim zweiten Mal lesen war es nicht wirklich besser. Dementsprechend schlecht ging auch die Prüfung, trotz den tausend Zetteln, die ich reingeklebt hatte.

Ich überspringe jetzt hier mal all die anderen nicht so tollen Schulbücher und komme stattdessen zu den (mehr oder weniger) guten.


Andorra war, glaube ich, eines der ersten Bücher, die ich für die Schule lesen musste. Ich fand es eigentlich gar nicht so schlecht, obwohl es um Antisemitismus geht, ein Thema, von dem ich schon zur Genüge gelesen habe. Es ist wahrscheinlich das jüngste Buch, das wir jemals im Deutsch gelesen haben, daher war es ziemlich einfach zu lesen und die Charakteren fand ich auch ziemlich gut.


Fahrerflucht gehört auch zu den eher modernen Büchern. Diese mochte ich sogar sehr und ich war schlussendlich sogar ein wenig enttäuscht, weil es so kurz war.


Zu guter letzt ein Buch, bei dem ich richtig froh bin, dass mein Lehrer es benutzt. Sofies Welt dient meinem Philosophie Lehrer als Grundlage für den Unterricht. Im Gegensatz zu anderen Klassen lesen wir also zuerst in diesem Buch, in welchem alles sehr anschaulich erklärt ist, und erst dann die Originaltexte. Das Buch vermittelt die Grundlagen der Philosophie, verpackt in einem Roman. Wenn ich es rezensieren würde, gäbe es zwar schon ein wenig Kritik, denn die Idee an sich ist gut, aber für mich ist es etwas fragwürdig, wenn ein 40-jähriger Philolehrer einer 14-Jährigen die Philosophie erklärt, als wäre er ihr bester Freund. Aber egal, die Theorie ist wirklich gut, von daher :)


Als ich da vorhin in meinem Haufen von Büchern sass, blätterte ich ein wenig in den Büchern und dachte mir dann, wieso zeige ich euch nicht, wie meine Büchern von innen aussehen? (Blöde Frage? Nein!)

"Andorra" von Max Frisch
Wenn es ein Drama ist streich ich mir immer die jede Person mit einer anderen Farbe an. Natürlich nicht den ganzen Text, da bräuchte ich ja für jedes Buch neue Leuchtstifte. Der Vorteil: Man findet gewisse Dinge viel schneller, denn meistens weiss man ja, wer da in etwa gesprochen hat, da kann man einfach das Buch durchblättern, bis man die passende Farbe antrifft. Das eignet sich vor allem bei den Büchern, in denen unzählige Personen vorkommen. Wenn es nur 2-3 sind, ist der Effekt dagegen ziemlich klein.


"Andorra" von Max Frisch

Je nach dem wie motiviert ich bin, klebe ich noch Zettelchen rein. In diesem Beispiel sind es die gleichen Markierungen, wie die angestrichenen Personen, wobei ich mich rückblickend doch frage, ob das wirklich etwas gebracht hat. (Das Buch habe ich vor zwei Jahren gelesen)




 zu "Die Leiden des jungen Werther" von Goethe

Was ich dagegen immer häufiger mache, sind solche Tabellen, mit allen vorkommenden Personen und die dazugehörenden Seiten. Das kann auch sehr praktisch sein, wenn man ein Buch hat, indem viel zu viele Personen vorkommen.




"Abschied von Sidonie" von E. Hackl
"Sofies Welt" von Jostein Gaarder

Wenn es mal kein Drama ist, markier ich mir einfach alles Wichtige mit Leuchtstiften. Meist nehm ich da einen für alle Personen, einen für Orte und einen für alles andere. Da können meine Bücher manchmal ziemlich farbig aussehen, aber es hilft ;)

"An Inspector Calls" von J. B. Priestley

Bei fremdsprachigen Büchern habe ich mir auch schon so gewisses angewöhnt. Wenn es Fussnoten hat, die jedoch nicht mit Zahlen im Text markiert sind, sondern nur unten mir der Zeilennummer, markiere ich mir immer die betreffenden Stellen an. Meist mach ich das so nebenbei, vor dem Fernsehen, bevor ich das Buch wirklich lesen, denn wenn ich es dann lese, vergesse ich nicht, dass einiger Wörter ja erklärt wären. Sonst überlese ich die immer.




"Par le feu"von Tahar Ben Jelloun
Optimal ist natürlich, wenn die Übersetzungen schon im Text markiert sind. Richtig doof wirds aber erst, wenn man z.B. ein Französischbuch vor sich hat, das überhaupt keine übersetzten Wörter hat. Tja, da hilft nur noch das Wörterbuch (in unserer Generation das Online-Wörterbuch ^^). So sind meine Französischbücher schlussendlich immer total vollgeschrieben.








Wahrscheinlich fragt ihr euch jetzt gerade, für was der ganze Aufwand? Ich bin in dieser Hinsicht schon ein bisschen streberhaft, wie es andere wahrscheinlich bezeichnen würden, denn die meisten meiner Mitschüler lesen das Buch einfach einmal durch (wenn überhaupt) Dazu muss man aber noch sagen, dass meine Lehrerin, wie oben erwähnt, immer eine Prüfung über das Buch macht, bevor wir es besprochen haben. 20 min, 10 Detailfragen, auf die mir in ganzen Sätzen antworten müssen, inkl. Seitenangaben. Ohne sich da irgendwas markiert zu haben, ist das nicht ganz einfach, wenn dann da plötzlich die Frage kommt, welche Augenfarbe die Person xy hat. Daher habe ichs mir einfach angewöhnt, Bücher mit Leuchtstiften zu bearbeiten.



Wie ists bei euch?
Was war eure schlimmste Schullektüre?
Lest, ihr die Bücher nur, oder seid ihr auch (mehr oder weniger) gezwungen, sie zu bearbeiten?



PS: Nehmt es mir nicht übel, dass der Post nicht der übersichtlichste war, ich hatte gerade Streit mit Blogger!

Kommentare:

  1. Glücklicherweise kenne ich diese Schullektüren nicht :D.
    Wobei ich "Sofies Welt" gerne gelesen hätte, da ich mich für Philo interessiere!

    Bei Schullektüren (sofern ich sie denn nicht immer ausleihen würde) würde ich immer mit mir kämpfen, was das anstreichen angeht. Ich male nicht gerne in Büchern rum, aber wenn es einem helfen kann...
    Post-its nehme ich allerdings auch immer.

    In meiner aktuellen Franz-Lektüre "Le Petit Prince") hat derjenige, der es vor mir ausgeliehen hatte, alle schweren Übersetzungen reingeschrieben, sodass ich die Einzige bin, die alles versteht :D. Ist aber auch nicht das schwerste Buch. Bei fremdsprachigen Lektüren überlese ich - wenn es nicht zu viel ist - alles, was ich nicht verstehe und baue auf den Kontext.

    Meine schlimmste Schullektüre? Ich kann mich gar nicht entscheiden :D. Wahrscheinlich "Die Verwandlung" von Franz Kafka. Ich kann mit diesem Mann absolut nichts anfangen. "Die Entdeckung der Currywurst" war allerdings auch furchtbar und absolut nichts für unsere Altersgruppe.

    Leider sind wir, wenn wir in der Schule lesen, auch immer gezwungen, damit zu arbeiten. Ich hasse das, weil wir die Bücher dann immer so außeinandernehmen, dass es echt keinen Spaß mehr macht. Andererseits würde man sonst aber auch nichts lernen, oder? Bei "Die Physiker" fand ich das auch ganz gut. Ohne den Unterricht hätte ich nichts verstanden :D.

    Liebe Grüße =)
    Charlie

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    1. Als meine Lehrerin das erste Mal sagte, wir sollen uns etwas anstreichen, dachte ich auch, " Was?! Ich verunstalte doch nicht meine Bücher". Inzwischen ist das ganz normal ^^ Von Franz Kafka haben wir zum Glück noch nichts gelesen.

      Das mit dem Auseinandernehmen habe ich mir auch schon gedacht. Da bin ich irgendwie doch ganz froh, dass wir noch nie ein Buch in der Schule gelesen haben, welches meinem Geschmack entspricht. Ich hätte ehrlich gesagt keine Lust Panem & Co. in der Schule zu diskutieren, da meine Lehrerin jetzt wirklich immer jedes Buch komplett auseinander nimmt.

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  2. "Kleider machen Leute" hat mir eigentlich recht gut gefallen =). Das allerschlimmste für mich war "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo", das hat meine heile Welt völlig durcheinander gebracht. "Die letzten Kinder von Schewenborn" war auch nicht so mein Fall. "Maria Stuart" und "Das Feuerschiff" fand ich dann wieder ganz gut. Ach ja und nicht zu vergessen "Der Vorleser", der hat mir eine 1 im Deutsch-Abi eingebracht. Mein Dank an Bernhard Schlink ^^

    LG
    Anja

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    1. Meine Deutschlehrerin sagte letztens, "Maria Stuart" fände sie total doof ^^ Uns sind fast die Augen rausgefallen, als wir so eine Aussage von unserer Lehrerin hörten. Mein Lieblingsbuch wars jetzt nicht, aber es gibt definitiv schlimmere.

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  3. Obwohl ich ja (offensichtlich) sehr, sehr gerne lese, gehen mir die Schullektüren mittlerweile total auf die Nerven. Ich erwarte eigentlich gar nichts mehr davon, weil man dann wenigstens etwas positiv überrascht wird. Die letzten Jahre hatte ich (zum Glück) einen Lehrer, der das mit den Büchern nicht so genau genommen hat, aber jetzt in der Oberstufe ist das anders. Wir haben im letzten halben Jahr drei Bücher gelesen und die alle sehr genau besprochen. Das fand ich aber an sich gar nicht so schlimm. Das schlimmste Buch, das ich bisher lesen musste war "Die Ratten", weil es einfach so schwer zu verstehen war, da es teilweise im Berliner Dialekt geschrieben ist. Das war echt gruselig.

    Liebe Grüße,
    Aileen

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    1. Ich habe das Gefühl, wir machen im Deutschunterricht fast nichts anderes mehr. Wir besprechen jetzt immer ein Buch! Auf lange Sicht ist das ziemlich ermüdend, und die zwei Tests pro Buch machen die Sache nur noch schlimmer. Tja. Immerhin habe ich die Bücher schnell gelesen, da ichs mir gewohnt bin :)

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  4. Meine Güte- sind das viele... ;-) so viel haben wir aber nicht durchgenommen....LG

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    1. Ja... und es kommen noch welche, denn ich hab noch 1.5 Jahre vor mir. Argh! ^^

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  5. Wir haben auch definitiv nicht so viele Bücher in der Schule durchgenommen. "Werther" hätte ich aber gerne gelesen. Jetzt hab ich das Gefühl, ich muss das nachholen :D
    Meine schlimmste Schullektüre war "Homo Faber" von Max Frisch. Eigentlich mag ich den Autoren ja, aber das Buch war wirklich furchtbar. Ist auch das einzige, das ich nie komplett gelesen hab :P

    Danke für deinen lieben Kommi auf meinem Blog :) Ich sag auch lieber "der" Blog. Klingt schöner ;D

    Liebe Grüße
    MelMel

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    1. "Werther" war jetzt nichts besonderes, von daher hast du nicht viel verpasst ^^ Wir mussten dafür letztens "Faust" lesen, einfach damit wir nichts verpassen xD

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