Freitag, 29. März 2013

[Film] Rubinrot

Jaaaaa, endlich hab ich ihn gesehen! Ich ging eigentlich mit ziemlich tiefen Erwartungen an den Film ran, denn ich mag deutsche Filme jetzt nicht sooo, aber schlussendlich wurde ich doch positiv überrascht, aber nicht nur...


Bevor ich aber weiter vom Film erzähle, möchte ich noch anmerken, dass das hier keine klassische Rezension ist. Es wird definitiv Spoiler geben, daher ist es mehr eine Filmbesprechung, hauptsächlich für diejenigen, welche den Film schon gesehen habe. Es tut mir leid, für alle die jetzt nicht weiterlesen wegen den Spoiler, aber ohne möchte ich das hier nicht schreiben.


Beginnen wir mit dem Anfang. Der hat mich persönlich überrascht, aber im positiven Sinne, denn es war ein guter Anfang um alle Personen kurz vorzustellen. Auch wenn das so nicht im Buch vorkam (den Satz werdet ihr noch öfters hören) Tante Maddy gefiel mir auf dem ersten Blick und auch Nick mochte ich gleich, auch wenn ich ihn jünger in Erinnerung hatte. Auch egal. Dafür hat mir Caroline gefehlt. Ich finde sie nämlich so süss! Das war etwas schade... Leslies Aussehen dagegen hat mich überhaupt nicht gestört. Charlotte finde ich klasse. Da wurde die perfekte Schauspielerin ausgewählt. Sie passt einfach perfekt. Auch Glenda fand ich richtig gut gespielt. Oh und James! Ich brauchte zwar ziemlich lange, bis ich Kostja Ullmann erkannt habe, also eigentlich habe ich es erst beim Abspann realisiert, aber egal, auf alle Fälle fand ich ihn richtig toll! Er hat James so toll verkörpert! Oh und natürlich Madame Rossini. Ich habe sie mir genau so vorgestellt! 

Was mir auch sehr gefallen hat, war die ganze Umgebung. London/Temple hat von oben richtig toll ausgesehen und auch Lady Aristas Haus war richtig schön gemacht! Und dann natürlich die Zeitreisen! So toll! Was mich einzig ein wenig irritiert hat, war der Drachensaal in Temple. Auch die Menschen darin kamen mir etwas komisch vor. Ach und bevor ichs vergesse: Die Musik war auch richtig toll! Ich habe mich direkt in diese Melodie verliebt, die immer wieder vorkommt. Ich glaube, ich muss da mal die Noten dazu suchen gehen...

Kommen wir nun aber wieder zurück zum Verlauf der Geschichte. Das ganze Zeitreisezeugs wurde richtig gut umgesetzt. Ihre ersten Zeitreisen sind richtig spannend! Dass sie gleich zu Beginn auf ihren Grossvater trifft hat mich etwas irritiert, aber es passte gut zur Geschichte, da man so nämlich die Szene vorher mit Lucy und Paul verstand. Alles weitere, also der ganze Aufenthalt in Temple war richtig interessant, aber da fehlten mir so gewisse Details. Zum Beispiel Gwendolyns Abneigung gegen Doktor White. Oder auch dass Robert, der kleine Geisterjunge, nicht sein Sohn war, sondern irgendwie mit ihrem Grossvater verwandt ist. Die Szene im Drachensaal fand ich dann sehr merkwürdig. Vor allem die vorher, also da, wo Charlotte in diesem bescheuerten Kleid auf dem Boden kniet. Aber lassen wir das. Das sind eigentlich nur so Details.


Was ich aber wirklich kritisieren möchte, ist das Ende. Mir gehts da eigentlich nicht drum, dass etwas verändert wurde, sondern nur wie es gemacht wurde. Also 1. fand ich, dass Gideon und Gwen sich zu schnell in einander verliebt haben. In den Büchern geht das viel länger, was das ganze einfach authentischer macht und weniger kitschig. Das war aber mein kleinstes Problem, denn 2. war ich total enttäuscht, dass es primär nicht mehr darum ging, das Blut von den vorherigen Zeitreisenden zu bekommen, denn das ist ja die offizielle Mission. Stattdessen haben die beiden einfach Zeit um in der Vergangenheit herumzureisen und nach Informationen zu suchen. Schade war da auch, dass man sie nie elapsieren gesehen hat. Ich weiss, aus zeitlichen Gründen war das nicht machbar. Enttäuscht hat mich auch, dass Gwen nicht auf eigene Faust versucht, mit Hilfe ihres Grossvaters, mehr herauszufinden. Stattdessen vertraut sie eben Gideon. Aber das ging ja noch, denn was sich ganz schlimm fand, war der Beinahe-Tod. Das kommt doch erst beim Finale! Man kann doch die Protagonistin nicht schon im ersten Teil beinahe sterben lassen! Was wollen sie denn dann bei grossen Finale tun? Sie nochmal beinahe sterben lassen geht ja nicht. Das fand ich dann ganz schrecklich. Bei anderen Sachen, wie zum Beispiel die Suche nach den Edelsteinen, konnte ich ja verstehen, dass man sie erfinden musste, um irgendwo die Informationen unterzubringen, aber der Beinahe-Tod? Insgesamt frage ich mich da auch einfach, was denn in den Fortsetzungen noch kommen will. Bei der Liebesgeschichte sind mir schon viel weiter, als wir es am Ende des ersten Buches sind und auch sonst, hatte ich das Gefühl, dass vieles schon vorweggenommen wurde. Einzig Gwendolyns Herkunft fällt mir da spontan ein, aus dem man noch was machen kann. Oh, was mich auch so verwirrt hat, war der Kirschblütenball. Eigentlich eine ganz gute Idee, aber ich hatte da eben die ganze Zeit Cynthias Party im Kopf. Alles in allem war ich an mehreren Stellen etwas verwirrt und habe schon diejenigen beneidet, die das Buch nicht gelesen haben. Ich war einfach pausenlos am Rätseln, ob jetzt diese Szene vorher oder nachher kam, ob es sie überhaupt gab, etc.

Aber ich muss sagen, trotz all der Kritik, ist es ein guter Film. Meiner Meinung auch, wenn man das Buch nicht gelesen hat, denn alles in allem ist die Geschichte logisch und der Film enthält keine so versteckten Details, wie in Panem, ohne die man die Geschichte nicht versteht. Da bin ich mal wirklich gespannt, was im zweiten Teil folgen wird!

Kommentare:

  1. Es ist wirklich interessant, die ganzen Filmrezensionen zu lesen.
    Ich kann den Film nämlich jetzt schon nicht leiden :D

    Wie können sie die Sache mit Gwenny Unsterblichkeit (meintest du das mit Beinahe-Tod) schon im 1. Teil bringen? Wie wollen sie das denn jetzt noch verfilmen?
    Ich halte ja viel aus bei Buchverfilmungen und mir ist klar, dass man mal etwas weglassen oder dazuerfinden muss, aber was ich gar nicht leiden kann, ist wenn man etwas auf den folgenden Bänden vorwegnimmt. Man sollte es wenigstens so verfilmen, dass man die nächsten Teile auch noch hinbekommt :/

    Naja, aber wenn du sagst, dass der Film sonst ganz gut ist, dann freue ich mich trotzdem ein bisschen darauf, ihn anzusehen ;).

    Liebe Grüße
    Charlie

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    1. Also eigentlich wird Gwennys Unsterblichkeit noch nicht verraten, aber die beiden finden eben die Prophezeiung in der steht, dass der Rubin unter einem weissen Bett aus Schnee (oder so) stirbt und daraufhin fällt sie vom Gebäude. Und Gideon hat danach natürlich Panik, ob sie wieder aufwacht. Das ganze fand ich dann einfach etwas unpassend.

      Schlussendlich hatte ich das Gefühl, dass einfach die Bücher als Vorlage genommen wurden, um einen Film zu machen, nicht um die Bücher zu verfilmen. Daher denke ich, ist der Film auch für diejenigen ziemlich spannend, welche das Buch nicht gelesen haben. Aber für mich war es dann halt etwas verwirrend...

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