Samstag, 6. Oktober 2012

[R] Wir beide, irgendwann - Jay Asher & Carolyn Mackler


Originaltitel: The Future Of Us
Verlag: cbt
Erschienen: August 2012
Seiten: 394















Klappentext:


Was wäre, wenn... ich dich heute küsse?

Es ist Mai 1996 und die sechzehnjährige Emma bekommt ihren ersten Computer geschenkt. Mithilfe ihres besten Freunds Josh loggt sie sich ein und gelangt zufällig auf ihre eigene Facebook-Seite - 15 Jahre später! Geschockt stellt sie fest, dass sie mit 31 Jahren arbeitslos und unglücklich verheiratet sein wird. Josh hingegen, alles andere als ein Frauenheld (der erst kürzlich von Emma einen Korb bekommen hat), wird das hübscheste Mädchen der ganzen Schule heiraten und zudem seinen Traumjob ergattern. Emma ist jedoch gewillt, sehenden Auges in ihr Unglück zu laufen. Um das Zusammentreffen mit dem Jungen zu verhindern, der sie später mal unglücklich machen wird, beginnt sie, bewusste Änderungen in der Gegenwart herbeizuführen. Doch der Versuch, in ihr Schicksal einzugreifen und dadurch ihr künftiges Facebook-Profil zu verändern, setzt eine fatale Kettenreaktion in Gang...

Eine etwas andere Liebesgeschichte von zwei Menschen, deren Zukunft ihre Gegenwart verändert.

Cover:

Ich finde das Cover richtig passend! Es geht ja im Buch darum, dass selbst die kleinsten Entscheidungen deine Zukunft verändern können. Das verkörpern meiner Meinung nach diese Menschen auf dem Cover total gut. So sieht man einmal dass Emma und Josh zusammenkommen, dann sieht man aber auch wie sie von einander weggehen. Find ich richtig gut gemacht!

Meine Meinung:

Was wäre, wenn du deine Zukunft kennen würdest? Wenn du genau wüsstest wie du in 15 Jahren lebst, mit wem du verheiratest bist? Genau damit beschäftigen sich Josh und Emma, denn durch einen Zufall sind sie auf ihre Facebook-Seiten in 15 Jahren gestossen. Als Emma realisiert, dass sie in 15 Jahren total unglücklich ist, fängt sie an ihre Zukunft bewusst zu ändern. Wer würde das denn nicht tun? Zum Beispiel schwört sie sich, nie nach X zu ziehen, so begegnet sie nie ihrem zukünftigen Ehemann. Joshs Zukunft sieht ganz anders aus, glücklich verheiratet, Kinder, etc. Und daher tut er alles, was nötig ist, damit diese Zukunft auch wahr wird...

Zeitreisen mal anders, nämlich virtuell. Ich fand dieses Thema schon von Anfang an spannend. Jeder hat sich doch schon mal gefragt, was in 10, 15 Jahren sein wird. Dazu kommt noch ein Thema mit dem ich mich eigentlich täglich beschäfte, nämlich Facebook. Das war für mich auch ganz interessant, da ich beispielsweise durch Emmas Beschreibungen von Kommentaren, Freunde, etc. richtig den Bildschirm vor mir sah, da ich mich halt damit auskenne, währendem Emma keine Ahnung hat was z.B. "anstupsen" bedeutet.

Da ich von diesem Buch schon ziemlich viel gehört und gelesen habe, waren meine Erwartungen dementsprechend hoch. Schlussendlich wurde genau das zu meinem Problem. Ich habe einfach viel zu viel erwartet. Ich dachte, dass Emma und Josh sich viel mehr auf einander konzentrieren würden, und nicht die ganze Zeit hinter ihrer/ihrem Traumfrau/-mann herschmachten würden. Da hatte ich mir einfach etwas ganz anderes vorgestellt.

Da kommen wir auch gerade zu meinem Problem mit den Protagonistin. Also eigentlich finde ich Emma und Josh schon sympathisch, aber sie haben beide ein paar Charakterzüge, bzw. ihr Denken hat mich manchmal einfach genervt. Emma ist beispielsweise zu Beginn mit Graham zusammen. Ihn konnte ich schon mal gar nicht ausstehen. Er ist nur auf Sex aus und befummelt Emma ständig. Diese nimmt sich dann immer wieder vor mit ihm Schluss zu machen, überlegt es sich dann doch immer wieder anders. Mein Gott, dass kann doch nicht so schwer sein, einmal etwas durch zuziehen. Josh ist da manchmal nicht besser. Aber da ich nicht noch mehr spoilern will, lass ich dass jetzt mal lieber.

Ein anderes Problem war, dass bei mir der Drang fehlte weiterzulesen. Ich fand es einfach nicht spannend genug. Nicht falsch verstehen, ich las das Buch schon gerne, aber ich konnte gut mittendrin aufhören. Ich hatte nicht dieses Gefühl, dass ich unbedingt wissen musste wie es weitergeht.

Am Schreibstil dagegen gibt es nichts auszusetzen. Es war alles sehr flüssig und gut verständlich. Die Kapitelaufteilung fand ich übrigens richtig toll. Man liest abwechslungsweise ein Kapitel aus Joshs und Emmas Sicht.

Fazit:

Hohe Erwartungen sind nicht immer gut. Wir beide, irgendwann ist eine ganz nette Geschichte, aber eben halt nicht mehr. Das Thema an sich fand ich wirklich spannend und auch der Schreibstil war wirklich gut, aber alles zusammen konnte mich einfach nicht vom Hocker hauen.

♥♥♥



Vielen Dank an Leser-Welt liest & lauscht für dieses Leseexemplar!

Kommentare:

  1. Ich fand das Buch auch nicht soooo überragend. Schön, dass endlich mal jemand meiner Meinung ist ;)

    Liebe Grüße
    Charlie

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  2. Ich fand des Buch echt gut ! Aber Geschmäcke sind verschieden ;)
    Wenn du Lust hast kannst du hier mal meine Rezi dazu lesen :)

    http://baddicted.blogspot.de/2013/01/wir-beide-irgendwann.html

    Ganz Liebe Grüße

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