Montag, 6. August 2012

[R] Schattenauge - Nina Blazon

Originaltitel: Schattenauge
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Erschienen: März 2010
Seiten: 478














Klappentext:

Gelbe Augen, ganz nah.
In Zeitlupe sah sie, wie der Mann auf sie zurannte.
Pupillen, sie sich im Schein einer plötzlich aufleuchtenden 
Taschenlampe zu Schlitzen zusammenzogen.
Ein Fauchen, ein Knurren, ein stechender Geruch.
Das kann nicht sein, wiederholte Zoë die Beschwörung.
Das bin nicht ich und das passiert nicht mir.
Es ist alles nur ein böser Traum.

Zoë liebt das Nachtleben in den Clubs, wo sie beim Tanzen alles um sich herum vergisst. Eines Nachts wird sie auf der Strasse angegriffen, von wem, weiss sie nicht: Ein Blackout hat ihr Gedächtnis gelöscht. Doch an ihren Händen klebt Blut. Der schöne, geheimnisvolle Gil, den sie aus dem Club kennt, warnt sie davor, abends auszugehen. Und als auf dem Sportplatz ihrer Schule ein grausamer Mord geschieht, erkennt Zoë: Irgendwas streift da draussen herum. Etwas, das keine Gnade kennt.

Cover:

Das Cover finde ich ziemlich gelungen. Es repräsentiert gut den Inhalt des Buches. Auch der Titel passt 100%ig.

Meine Meinung:

Bis jetzt habe ich von Nina Blazon Ascheherz und Faunblut gelesen, und eben auch Schattenauge. Während mir die ersten beiden total gut gefielen, fand ich Schattenauge etwas lahm.

Da ich nicht verraten möchte, welches Geheimnis sich hinter der ganzen Sache steckt, probiere ich hier alles ein wenig zu umschreiben, so dass es hoffentlich trotzdem noch logisch klingt.

Das Buch ist einerseits aus Gils Sicht in der Ich-Perspektive, andererseits aus Zoës Sicht in der 3. Person geschrieben. Dabei wurden verschiedene Schriftarten verwendet, so dass man es direkt sieht, wenn die Perspektive gewechselt wird. Ich hatte keine Probleme den Unterschied zu erkennen und fand es ganz angenehm.

Den Anfang des Buches fand ich etwas mühsam. Ich konnte mir keinen Reim darauf machen, wer und was Gil war. Man liest von Revieren, die er durchquert und hofft, dass er nicht den „zuständigen“ Menschen antrifft. Die Auflösung des Geheimnisses kam mir da irgendwie etwas zu spät. Ich tappte einfach zu lange im Dunkeln. Ausserdem erinnerte es mich immer mehr an die Arkadien Trilogie von Kai Meyer. In diesem Fall fand ich das nicht so toll, da ich die Arkadien Bücher liebe und ich keine Kopie davon lesen wollte. Eine Kopie war es dann schlussendlich schon nicht, aber so toll fand ichs trotzdem nicht. Ich hatte ziemlich Mühe, mir die „Wesen“ vorzustellen.

Gil fand ich ziemlich sympathisch. Er spielte das „Spiel“ nicht auf diese Weise wie die anderen. Statt sich von den Revieren der anderen fernzuhalten, riskierte er die Gefahr um Zoë zu beschützen. Er stellte Fragen und akzeptierte sein Schicksal nicht einfach wie die anderen. Zoë mochte ich auch ziemlich und auch die Nebencharakteren waren gut gestaltet.

Aber schlussendlich konnte mich das Buch einfach nicht richtig fesseln. Die Suche nach dem Mörder war eigentlich schon spannend, aber dieses Gefühl, das ich manchmal bekomme, wenn ich ein richtig gutes Buch lese, das mich nicht mehr loslässt, hatte ich einfach nicht. Der finale Kampf war mir schlussendlich auch ein wenig zu lahm.

Fazit:

Schattenauge konnte mich nicht so in seinen Bann ziehen, wie es Ascheherz und Faunblut taten. Ich tappte zu lange im Dunkeln bezüglich Gil. Ausserdem konnte ich mir so manches nicht richtig vorstellen. Schlussendlich fand ich Schattenauge nur mittelmässig, weil es mich einfach nicht umhauen konnte.

♥♥♥

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