Dienstag, 17. April 2012

[R] Scarlett - Barbara Baraldi


Originaltitel: Scarlett. L'amore ha occhi die ghiacco, la morte di fuoco.
Verlag: Baumhaus
Erschienen: 2011
Seiten: 429















Klappentext:


Feuer und Eis, Liebe und Tod

Eine neue Stadt, eine neue Schule ... Die 16-jährige Scarlett ist nicht begeistert von diesen Aussichten. Doch zu ihrer eigenen Überraschung findet sie schnell Freunde, mit denen sie auch auf das Schulkonzert geht, das Ereignis des Jahres! Denn dort tritt die Band Dead Stones auf. Als der Bassist die Bühne betritt und sie in seine eisblauen Augen blickt, die sie aus der Menge geradezu herausgesucht zu haben scheinen, ist es um sie geschehen. Doch ein Freund warnt sie vor diesem geheimnisvolllen Mikael und seiner Band. Ein Mord und ein Wesen mit feuerigen Augen kommen dazwischen - und unvermittelt verschmelzen Liebe, Tod und Angst miteinander...

Das Licht in der Halle geht aus. Ein paar Scheinwerfer überfluten den unteren Teil der Bühne mit Licht. Einen Moment lang starre ich verwirrt das Podest an, auf dem das Schlagzeug, das Mikrofon und die Tonanlage stehen. Ziemlich bald vereinen sich die Rufe von Mikaels Verehrerinnen mit denen von Vincents Fans zu einem einzigen lauten Sprechchor: »Dead Stones! Dead Stones!« Das erste Bandmitglied erscheint auf der Bühne. Eine Silhouette im Gegenlicht, die von einem Aufschrei der Menge begrüsst wird. [...] Dann kommt ein schlanker, muskulöser Junge auf die Bühne, der mit seinem leichten, fliessenden Schritt die Luft durchteilen scheint. Sein linker Arm ist bis zum Handgelenk tätowiert und er trägt ein zerknittertes T-Shirt über einer dunklen Jeans. Er streicht sich die schwarzen Haare zur Seite, die einen Teil seines Gesichts verdecken. Seine Augen leuchten wie glühende Kohlen, als er sich die Gitarre greift und ins Mikrofon schreit: »Wir sind die Dead Stones, im Feuer gehärtete Steine!«

Cover:

Hmm... ich frag mich, was der Mond da drauf zu suchen hat... Sonst ist das Cover ganz okay.

Meine Meinung:

Eigentlich ging ich mit nicht allzu hohen Erwartungen an das Buch ran und wurde doch enttäuscht. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben. So hatte ich am Anfang richtig Mühe mit dem Buch, weil ich Scarletts Gedanken einfach nur nervend fand. Der nächste Abschnitt war gar nicht so schlecht, doch dann sieht Scarlett zum ersten Mal Mikael. Darauf folgen etwa 10 Seiten Schwärmerei. Man bedenke, sie hat ihn nur einmal gesehen! Ich mag Scarlett einfach nicht. Normalerweise mag ich die Hauptpersonen immer, aber sie finde ich einfach nur mühsam. Als sie dann mit Mikael zusammen ist, ist sie das typische Ich-liebe-dich-ich-kann-nicht-mehr-ohne-dich-Mädchen. Dabei sagt sie an den unpassendsten Stellen Dinge, die man nach etwa 2 Wochen zusammensein einfach nicht sagt, sie beginnt Gespräche mit »Ich kann mir ein Leben ohne dich nicht mehr vorstellen«, etc. Dann kommt die Dämonengeschichte. Eigentlich ganz interessant, aber viel zu schlecht ausgearbeitet. Mikael ist also ein Wächter, das schluckt Scarlett ohne Widerwille. Okay, eigentlich auch nicht schlimm, aber als er sie bei einer Kleinigkeit anlügt, flippt sie aus und will ihn nie wieder sehen. Ach was ich ganz vergessen hätte, Scarlett ist ja umgezogen. An dem alten Ort hatte sie eine beste Freundin und einen besten Freund, der sie kurz vor ihrem Umzug geküsst hat. Sie verabschiedet sich nicht einmal von ihm und danach verschwendet sie keinen einzigen Gedanken an ihn oder an ihre ehemalige beste Freundin. Ich kann sie einfach nicht ausstehen, genauso wenig wie Barbara Baraldis Schreibstil.

Fazit:

Das Buch hat mich trotz meine niedrigen Erwartungen enttäuscht. Ich mag die Protagonistin überhaupt nicht und Barbara Baraldis Schreibstil ist in meine Augen nicht wirklich toll. Die Geschichte hätte viel besser ausgearbeitet sein können. Ich würde das Buch definitiv nicht weiterempfehlen.


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