Donnerstag, 29. März 2012

[R] Das verbotene Eden - David und Juna - Thomas Thiemeyer


Originaltitel: Das verbotene Eden - David und Juna
Verlag: Pan
Erschienen: 2011
Seiten: 459
Serie: Das verbotene Eden
1. David und Juna

2. Logan und Gwen

3. Magda und Ben (noch nicht erschienen)










Klappentext:

Männer und Frauen. Feuer und Wasser. David und Juna. Die Menschheit steht kurz vor ihrem Ende. Seit den »dunklen Jahren« leben Männer und Frauen in erbitterter Feindschaft. Die Zivilisation ist untergegangen: Während die Männer in den Ruinen der alten Städte hausen, haben die Frauen in der wilden Natur ein neues Leben angefangen. Nichts scheint undenkbarer und gefährlicher in dieser Welt als die Liebe zwischen der 17-jährigen Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David. Und doch ist sie der letzte Hoffnungsschimmer...

Es gab Warnungen, doch sie wurden nicht ernst genommen: Vor Generationen führte eine manipulierter Impfstoff zu tödlicher Feindschaft zwischen den Geschlechtern. Nach Jahren der Vernichtung und Zerstörung hat sich das Antlitz der Welt verändert: Männer und Frauen leben streng voneinander getrennt, Kinder gibt es kaum noch. Und die gelegentlichen Zusammentreffen von »Hexen« und »Teufeln«, wie sie einander nennen, verlaufen immer gewalttätiger - obwohl sie einst dem Austausch lebenswichtiger Güter dienten. So kommt es, dass die 17-jährige Kriegerin Juna ausgesandt wird, einen Gefangenen zu nehmen. Er soll unter Folter das nächste üble Vorhaben der Männer verraten. Und sie gerät ausgerechnet an den jungen Mönch David, der nichts lieber tut, als sich in verbotene Bücher der alten Zeit zu flüchten: Romeo und Julia von Shakespeare ist seine Bibel. Als die beiden sich leibhaftig gegenüberstehen, erschrecken sie bis in Mark. Juna weiss, dass David keine Chance hat zu überleben - doch im Innersten erkennt sie zutiefst überrascht, dass dieser Junge anders ist. In einem Strudel verbotener Gefühle trifft sie eine schwerwiegende Entscheidung...

Cover:

So richtig gefallen tut es mir nicht. Ich kann gar nicht genau sagen wieso, es gefällt mir einfach nicht wirklich.


Meine Meinung:

Die Thematik des Buches finde ich sehr interessant. Es ist mal etwas ganz Neues. Das in unserer Zeit manchmal ein kleiner Geschlechterkampf herrscht ist für mich irgendwie zur Gewohnheit worden. Doch die Idee, dass Frauen und Männer so verfeindet sein könnten, kam mir noch nie. Ich fand die jeweilige Denkweise sehr interessant, dass z.B. die Männer Frauen nicht mehr anziehend finden, sondern abstossend. Frauen sind die "Hexen", Männer die "Teufel". Schon irgendwie interessant, wenn das andere Geschlecht einfach "böse" ist. 

Etwas Unbekümmertes lag in seinen Zügen, fast sogar etwas  Sympathisches. Natürlich war das völlig unmöglich! Er war ein Mann und von Grund auf schlecht. Und verbarg sich das Böse nicht meist hinter der Maske der Unschuld? Als der Mann das Baby hochnahm, erschien ein Lächeln auf seinem Gesicht...
S. 62

Die angebliche Ursache für diese Verfeindung soll ein manipulierter Impfstoff gewesen sein, doch meiner Meinung nach, will das Buch auch vermitteln, wie sich ein System, Gedanke, etc. in den Köpfen der Menschen festsetzen kann. Egal wie falsch, ist es erstmal in den Köpfen der Menschen, ist es unveränderbar. Das beste Beispiel, dass mir dazu einfällt, ist das Kastensystem in Indien. Man kann es gar nicht abschaffen, da es nichts nützen würde. Die Einstellung der Menschen dazu würde sich nicht ändern. Ein bisschen ein blöder Vergleich, aber etwas besseres fällt mir gerade nicht ein. So, nun aber zum Aufbau des Buches, dieser gefällt mir nämlich sehr gut. Die Kapitel handeln abwechslungsweise von Juna, bzw. David. Man bekommt eine Einblick in das Leben von David, einem Schreiber in einem Kloster. Daneben lernt der Leser Juna kennen, eine Kriegerin. Was die beiden miteinander zu tun haben, weiss der Leser vorerst nicht. Ich konnte es beim Lesen kaum erwarten, bis sich Juna und David begegnen. Die Geschichte wurde so sehr spannend gestaltet, denn ich hatte immer wieder das Gefühl, jetzt ist es soweit, David trifft Juna, was dann doch nicht der Fall war. Als sie sich dann endlich treffen, unter nicht allzu guten Bedingungen, verlieben sie sich in einander. Kein grosses Wunder, denn es war zu erwarten. Trotz der Tatsache, dass Frauen und Männer verfeindet sind, geschieht dies ziemlich schnell, für meinen Geschmack ein bissche zu schnell. Das ist aber der einzige Makel, den ich finden konnte.

Sie hörte auf zu tanzen und sah ihn an. Einen Moment lang standen sie so da, und die Zeit schien stillzustehen. Seine Augen, sein Mund - sie fühlte sich wie magisch von ihm angezogen. Dann berührten sich ihre Lippen. Sie schloss die Augen. Diesmal war es sensationell...
S. 392

Fazit:

Das verboten Eden konnte mich durch die etwas andere Geschichte überzeugen. Die Charakteren sowie der Aufbau des Buches gefallen mir sehr. Kann ich nur empfehlen!


♥♥♥♥

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